Vrijwilliger in Utrecht

tram, fietsen und vertikale strassen ueberleben

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Zusammenfassung meines aufenthalts

Diesen Bericht habe ich vor ein paar Wochen geschrieben...am 25. September 2007

Nun bin ich ja schon fast 2 Monate hier, wird wohl langsam Zeit mal einen kleinen Ueberblick zu verfassen...wie die Tage verinnen.

Die Zeit bevor ich hier war scheint schon sooo weit weg, und Schule noch viel weiter.

Am ersten August bin ich hier in Utrecht angekommen, um dann gleich wieder weiter nach Frankreich zu einem Seminar ueber workcamps in Asylheimen, wie man so etwas am besten organisiert und was man beachten muss. Ausserdem haben wir auch ueber die Asylheimverhaeltnisse, sowie das Verfahren in den drei Laendern Frankreich, den Niederlanden und Deutschland aus dem die Teilnehmer kamen diskutiert. Die Methoden waren Diskussionen, Rollenspiele, Vortraege und auch ein Theaterworkshop zum Thema Unterdrueckung. Das Seminar hat mir gezeigt wieviel andere Lebensweisen es doch gibt und, dass ich bisher kaum ueber meinen Tellerrand geguckt habe. Ich muss sagen die ersten Tage des Seminares war ich ziemlich ueberwaeltigt. Auf so viel Information und andere Sichtweisen war ich nicht vorbereitet. In edn Niederlanden, ist das Asylrecht anders als in Deutschland. Mehr Menschen werden als Fluechtling anerkannt und meines Erachtens ist auch die individuelle Foerderung hoeher. Spannend fand ich besonders die interaktiven Lernmethoden und ich bekam richtig Lust auf das naechste Abenteuer meines Freiwilligen Jahres.

Zurueck in den Niederlanden ging es auch schon zu einem Workcamp in dem Asylheim Hoogstraat, in der Naehe von Utrecht. Mit 14 anderen internationalen Teilnehmern lebte ich zwei Wochen in dem Heim. Dort wohnen ca. 400 Asylbewerber. Wobei  fast die Haelfte davon unter das generelle Pardon faellt und diesen Herbst das Bleiberecht bekommt.

Am ersten Tag wurden wir gleich stuermisch von den anwesenden Kindern begruesst, die merklich jede Aufmerksamkeit genossen und sich super schnell an uns klemmten. Unsere Aufgabe war es fuer die naechsten Zwei Wochen Aktivitaeten mit den Kindern zu machen. Diese planten und vorbereiteten wir Morgens. Abends und Nachmittags hatten wir dann Angebote fuer die verschiedenenen Altersgruppen. Am beliebtesten waren die Modenshow, die Maedchendisko und die Schnitzeljagt.

Dadurch das wir auch in dem Heim lebten konnten wir die Enge und das Fehlen von Privatssphaere erleben.

Gut war daran, dass man mit den Bewohnern dadurch leichter ins Gespraech kommen konnte. Extrem fand ich auch, dass wir strikte Geschlechtertrennung bei den Angeboten wie Disko fuer die Teenagereinhalten mussten. Beziehungsweise, dass bei einer gemeinsamen Disko fuer die ab 16 jaehrigen nur Jungen kamen. Bei der Maedchendisko mussten wir         (bzw. unsere maennlichen Worcampteilnehmer) als Tuerwaechte wache halten, weil die Jungs reinkommen wolten.

In diesem Asylheim arbite ich weiterhin das ganze Jahr lang ein bis zwei Mal die Woche.

Nach dieser aufregeneden Zeit habe ich erstmal eine Auszeit gehabt in der ich und die griechische Freiwillige einen Niederlaendisch Crashkurs besuchten, bis dahin hatten wir ja nur englisch gesprochen!

Einem Monat nach meiner Ankunft bin ich dann in mein Zimmerchen gezogen, in einem Studentenheim mit 15 Mitbewohnern, fuenf Minuten vom Stadtzentrum...alle erzaehlen mir, ich hab echt Glueck gehabt da es super schwer ist hier ein gutes Zimmer zu bekommen. Utrecht ist eben eine Studentenstadt. Meine Mitbewohner sind total nett und besonders toll ist, dass wir jeden Montag etwas gemeinsam machen, von Diskussionen ueber Tanzabende bis Kuchenbacken.

Inzwischen arbeite ich 3 Tage im Buero von meiner Aufnahmeorganisation SIW Internationale Vrijwilligersprojecten. SIW organisiert Workcamps im In- uns Ausland sowie Langzeit Freiwilligendienste in Laendern auf der ganzen Welt. Meine Aufgabe ist zum Glueck nicht Verwaltung, das hatte ich ja befuerchtet. In den letzten Wochen habe ich ein Handbuch ueber Workcamps in Asylheimen geschrieben, mich um asiatische Gaeste gekuemmert, an einem Trainerseminar teilgenommen und Berichte geschrieben. Mittwochs bin ich im Asylheim mit einer Organisation, Vrolijkheid, die dort Workshops anbietet. Ich arbeite mit Annemiek zusammen sie studiert Theatertherapie. Mit den Kindern arbeiten bringt am meisten Spass, da man mit ihnen am besten nonverbal kommunizieren kann. Mein Niederlaendisch wird ja auch langsam besser. Morgen werden wir ein Puppentheater basteln, ich bin schon gespannt wie das klappt.

Seit letzter Woche  arbeite ich im Emmaüs Seconhandladen mit. Das ist eine Wohngemeinschaft von ehemals Obdachtlosen, Menschen mit psychischen Problemen und anderen Menschen, die zusammen den ziemlich grossen Laden betreiben und von den Einnahmen leben koennen. Ich finde es total fazienierend was fuer verschiedene Lebensweisen es gibt und bin total froh, dass ich in so vielen verschiedenen Projekten mitarbeiten kann.

Soo, das wars erstmal ueber meine Aufenthalt hier.

about:project16-10-2007 @ 17:45 UTC2 comments

Comments

myrto
22-10-2008, 21:29 UTC
Hallo, ich bin neu hier und beim Umschauen bin ich auf dein Loesje-Poster gestoßen. Ich bin Freiwillige bei Loesje. :)
Wie gefällt es dir in den Niederlanden?

Gruß,

Myrtó
emel
17-11-2007, 11:09 UTC
Hi, I will be in Utrect on the 1st of December, we can meet if you have time.
see you..

good bye

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